Ausbildung zum staatlich anerkannten Physiotherapeuten
Der Beruf des Physiotherapeuten/in wird in Österreich als Gesundheitsfachberuf bezeichnet und beruht auf dem sogenannten MTD - Gesetz. Darin begründet sich die dreijährige sowohl praktische als auch theoretische Ausbildung mit vorgegebenen Stundenzahlen. Das gelehrte Fachwissen wird durch Prüfungen bestätigt, die gesamte Ausbildung mit einer fachspezifische Diplomarbeit beendet.
Die manuelle Lymphdrainage wird als spezielles Wissensgebiet gelehrt.

Je umfangreicher das Ausbildungspensum und so spezieller und intensiver die erworbenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse sind, desto besser ist die Betreuung und Behandlung der Patienten durch die physiotherapeutisch geschulten Fachkräfte. Aus diesem Grund werden auch Wissensbereiche unterbreitet, welche allgemeinen Charakter tragen. Dazu gehören zum Beispiel die Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde, Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers, die allgemeine Krankheitslehre und die Ausbildung in Erster Hilfe. Sie bilden die Grundlage für die Vermittlung aufbauenden und fachspezifischen Wissens, welches in den Fachrichtungen spezielle Krankheitslehre, Bewegungs- und Trainingslehre, physiotherapeutische Behandlungsmethoden und physiotherapeutische Befund- und Untersuchungstechniken liegt. Außerdem erwarten Sie Kenntnisse in Theorie und Praxis in den Bereichen Elektro-, Licht- und Strahlentherapie, Hydro-, Balneo-, Thermo- und Inhalationstherapie.
Die theoretischen Kenntnisse können Sie in der Praxis festigen und umsetzen. Außerdem absolvieren Sie als Auszubildende/r Physiotherapie in Österreich Praktika in den medizinischen Fachbereichen Chirurgie, Orthopädie, Neurologie, Pädiatrie und Psychiatrie.
Nach der beruflichen Ausbildung stehen Ihnen zahlreiche spezielle Kurse zur Verfügung, bei denen zusätzliche Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich der Wellness mit verschiedenen Wirkstoffen auf unterschiedlichen Basen oder innerhalb der Naturheilmedizin erlangen können. Außerdem können Sie berufsbegleitende Fort- und Weiterbildungen nutzen, um veränderte Anforderungen und neue Therapieverfahren zu erlernen. Die Fortbildungskurse bilden dabei einen zentralen Part zu Auffrischung und Erweiterung schon bekannten Wissens.